Gemeinsam für Jerichow: Austausch vor Ort und Einsatz für den Erhalt der historischen Schuluhr
Auf Einladung von Ralf Braunschweig habe ich gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Anna Aeikens die Stadt Jerichow besucht.
in der Grundschule Jerichow, v.l. Ortsbürgermeister Ralf Braunschweig, Thomas Staudt MdL, Anna Aeikens MdBVor Ort konnten wir uns ein umfassendes Bild von aktuellen Herausforderungen und Projekten machen – insbesondere von einem Vorhaben, das den Menschen vor Ort sehr am Herzen liegt.
Im Mittelpunkt unseres Besuchs stand zunächst die Grundschule, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Gemeinsam mit der Schulleiterin Claudia Braunschweig sowie der Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Cathleen Lüdicke erhielten wir einen Einblick in das Gebäude – bis hinauf unter das Dach zur historischen Schuluhr.
Diese Uhr ist weit mehr als ein technisches Detail – sie ist ein echtes Wahrzeichen der Stadt. Seit fast einem Jahrhundert zeigt sie nicht nur die Zeit an, sondern prägt mit ihrem Glockenschlag auch den Alltag in Jerichow. Umso deutlicher wurde vor Ort: Die Uhr ist dringend sanierungsbedürftig. Das Uhrwerk, die Zifferblätter und die Technik müssen grundlegend überarbeitet werden, damit sie künftig wieder zuverlässig läuft.
Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 18.000 Euro – eine Summe, die für die Kommune nicht ohne Weiteres zu stemmen ist. Deshalb haben wir gemeinsam über mögliche Förderwege und Unterstützungsangebote gesprochen. Klar wurde dabei auch: Die bestehenden Förderprogramme sind oft kompliziert und mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden. Umso wichtiger ist das Engagement vor Ort.
Besonders beeindruckt hat mich daher die Initiative der Schule und der Stadt, eine eigene Spendenaktion ins Leben zu rufen. Unter dem Motto „Die Uhr tickt – Restaurierung der Jerichower Schuluhr“ können Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten, um dieses Stück Geschichte zu erhalten. Ziel ist es, die Uhr pünktlich zum Schuljubiläum im Juni wieder in Betrieb zu nehmen.
Im Anschluss an den Schulbesuch fand im Rathaus ein intensiver Austausch mit den Ortsbürgermeistern der Einheitsgemeinde statt. Die Struktur der Stadt Jerichow mit ihren zwölf Ortschaften und einer großen Fläche bringt besondere Herausforderungen mit sich, aber auch Chancen – etwa durch den Zuzug von Familien aus den angrenzenden Regionen.
In der Gesprächsrunde wurden zahlreiche Themen angesprochen, die die Menschen vor Ort bewegen: der Umgang mit langjährigem Leerstand, die schwierige Umsetzung von Förderprogrammen, lange Planungs- und Genehmigungszeiten sowie Fragen der Arbeitsmarktpolitik. Deutlich wurde dabei, dass viele Entscheidungen und Verfahren zu lange dauern und mehr Flexibilität notwendig ist.
Der Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Kommunal-, Landes- und Bundesebene ist. Nur wenn wir die Anliegen vor Ort kennen, können wir uns wirksam für Verbesserungen einsetzen. Der Besuch in Jerichow war dafür ein gutes und wichtiges Beispiel.