Stolpersteine erinnern an Genthiner Schicksale
Die Verlegung der ersten Stolpersteine in Genthin war für mich ein besonderer und bewegender Moment.
Gemeinsam mit vielen Bürgern haben wir an Menschen erinnert, die einst zur Stadt Genthin gehörten und während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, vertrieben und ermordet wurden.
Die Geschichten hinter den Namen zeigen, wie wichtig Erinnerung auch heute noch ist. Besonders die Worte der Zeitzeugin Ute Hülße über Margarete „Muttchen“ Senger haben mich bewegt. Solche persönlichen Erinnerungen machen deutlich, dass hinter jedem Stolperstein ein menschliches Schicksal steht.
Die Stolpersteine sind bewusst mitten im Alltag verlegt. Sie sollen uns erinnern, hinschauen zu müssen und Verantwortung zu tragen, damit sich solches Unrecht niemals wiederholt. Deshalb bedaure ich es sehr, dass der Stolperstein für Margarete Senger bereits kurze Zeit nach der Verlegung verschwunden ist. Gerade dieser Stein stand für das Schicksal einer Genthiner Mitbürgerin, die aus ihrer Heimat gerissen wurde.
Ich hoffe sehr, dass der Stolperstein ersetzt werden kann und dieses wichtige Zeichen des Erinnerns in Genthin erhalten bleibt. Die Erinnerung darf nicht verschwinden.